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Zu alt für ein Fitnesstraining  ?
Die, die wollen, sind selten die, die sollen ! Gemeint sind Junge und „Alte“.
Solange der Mensch lebt, reagiert sein Körper auf äußere Einflüsse mit Adaptation (Anpassung). In den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts (klingt gut, oder!) sind einige hundert Studien über Krafttraining bzw. Training aller Art (Herz-Kreislauf-, eweglichkeits-, Koordinations-, Gleichgewichtstraining usw.) mit älteren, alten und sehr alten Menschen durchgeführt worden. Das Ergebnis hat sich immer wieder bestätigt: in jedem Alter wurden Verbesserungen der trainierten Fähigkeit nachgewiesen. Zum Teil sehr starke Verbesserungen. Eine der neuesten Studien wurde mit einer Gruppe von 82- 96jährigen bezüglich Krafttraining durchgeführt. Diese Menschen wurden 6 Wochen lang mit einigen Krafttrain- ingsübungen, natürlich alters- und leistungsmäßig angepasst, trainiert und  das Ergebnis war, dass alle Versuchs- personen Verbesserungen – teilweise mit Kraft-steigerungen von mehreren hundert Prozent erreichten. Die Geh- geschwindigkeit erhöhte sich, die Schrittweite verlängerte sich, etliche konnten ohne Gehhilfen gehen oder andere welche bettlägrig waren wieder mit Gehhilfen gehen. Ein Ergebnis welches wiederum die bereits ge- wonnenen Erkenntnisse bestätigt. 
Dazu ein Statement einer Spezialistin, der australische Expertin, Prof.Dr. Maria Fiatarone-Singh, von der Havard Medical School:
„Funktionelle Unabhängigkeit im Alter ist   vornehmlich eine Funktion der Kraft 
und nicht des Herz-Kreislaufsystems.“ 
Mit dieser Aussage verweist die Gerontologin (Altersforscherin) das derzeit so hipe Ausdauertraining des Dr. Strunz auf seinen gehörigen Platz. Wer in Alters- heimen die zumeist weiblichen Insassen sieht, welche Probleme das Aufstehen aus einem Sessel, das Hochziehen aus einer Bettlage bereitet, der wird mit mir darüber einstimmen, dass ein moderates Training (keine Gymnastik) mit Widerständen eine der wichtigsten Eigenschaften des Menschen wieder hervorbringt: die Kraft.
Ein vernünftiges Wochenprogramm beinhaltet 2-3 mal 30-45 Minuten mit der richtigen Herzfrequenz laufen oder schnellgehen oder radfahren etc., 2 mal pro Woche ein 45 minütiges Krafttraining und zusätzlich 1mal pro Woche eine Gymnastikeinheit mit Koordinations- übungen und Gleichgewichtsübungen. 
Und Stretching sollte man ohnehin täglich zwischendurch machen. Dann in die Sauna, das Dampfbad, danach vielleicht eine Massage – Wellness par excellence !!
Also, lieber auf ins Fitness-Center, die Vitalität und die Lebensqualität hängt von der Freiheit der Bewegung ab. Oder wie es der Körpertherapeut Moshe Feldenkrais ausdrückte, Bewußtsein durch Bewegung.
In diesem Sinn, nicht 20 Jahre 40 bleiben, sonden 40 Jahre 20 bleiben –  viel Spaß dabei. 
 

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