Ja,
es ist tatsächlich so ! Bereits in etlichen Versuchsreihen und
Studien konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass durch intensives Dehnen,
sowohl zusätzlich zu Kraftübungen, aber auch gänzlich ohne
Kraftübungen Zuwächse sowohl bei der Kraft als auch beim Mus-
kelumfang hervorgerufen werden. Wie das funktioniert kann man etwas vereinfacht
wie folgt erklären:
Die kleinsten Einheiten
in der Muskulatur sind die sogenannten Sarkomere, in denen Eiweißfäden
(die Filamente) so angeordnet sind, dass sie sich gegenseitig aneinander
vorbeiziehen können. Durch diese Zugbewegung, hervorgerufen durch
eine chemisch-mechanische Reaktion, werden die vorher genannten Einheiten,
die Sarkomere verkürzt. Nachdem tausende dieser Sarkomere hintereinander
gereiht in der Muskelfaser vorhanden sind, wird dadurch nun der Muskel
kontrahiert (verkürzt) und der Knochen, an dem der Muskel mittels
der Sehne befestigt ist, wird bewegt. Durch intensives Krafttraining werden
in den Sarkomeren |
teilweise
die Strukturen beschädigt. Der Körper repariert nun dies Sarkomere,
indem er die Filamente verstärkt. Der Muskel wird dadurch dicker.
Nun hat man festgestellt,
dass durch intensive Dauerdehnungen in der Endlänge des Muskels ebenfalls
solche Beschädigungen auftreten und der Muskel, wie beim Krafttraining,
mit denselben Reaktionen darauf antwortet: Kraft und Muskelumfang werden
erhöht.
Die besten Ergebnisse erzielte
man in der Kombination von Krafttraining und Dehnen, das zweitbeste Ergebnis
war Dehnen allein. Lediglich bei der dritten Versuchsgruppe, die weder
das eine noch das andere praktiziert hat, ließen sich keinerlei Veränderungen
feststellen.
Fazit:
Offenabr gibt es keine Alternative
dazu, als weiterhin mit Gewichten zu trainieren.
Mit Sicherheit aber werden
nun viele Trainierende, dem oft oft vernachlässigten Dehnen, jetzt
mit anderen Augen gegenüber stehen.
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