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Fettstoffwechsel - ein komplexes Thema !
Schlanke Körper sind in !
Doch das ist leichter verlangt als getan, denn das Dogma "du bist was du isst" stimmt nicht. Vielmehr wird das Körper- gewicht - und damit auch die körpereigene Fettmasse - von unzähligen Genen und Molekülen kontrolliert, wie die Forschung in den letzten Jahren gezeigt hat. Und jetzt ist ein weiteres Dogma gefallen. 
Als falsch nämlich stellte sich die Annahme heraus, dass bei höheren Tieren die Produktion von Triglyceriden - Glycerinmolekülen, an die drei Fettsäuren angehängt sind - von nur einem Enzym kontrolliert wird. Diese Moleküle spielen eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel, denn viele Organismen mit einem Zellkern, sogenannte Eukaryonten, speichern ihre Energie hauptsächlich als Triglyceride.
Unser Fettstoffwechsel ist - wie bei höheren Tieren - äußerst kompliziert. 
Er beginnt mit der Kontrolle des Appetits und endet mit der Verwertung von gespeichertem Fett, wenn wir weniger essen. Selbst winzige Veränderungen im Fettmetabolismus können schwere Folgen für das Körpergewicht haben.
Eine Schlüsselrolle bei der Regulation der Fettmenge ist die Bildung von Triglyceriden, die als wichtigste Energiequelle bei Tieren in speziellen Fettzellen gespeichert werden. Ein Enzym namens DGAT (AcylCoA:Diacylglyceroltransferase) kontrolliert die Synthese von Triglyceriden - so dachte man jedenfalls bisher. Doch das scheint nicht zu stimmen. Denn Mäuse, denen Forscher von der University of California San Francisco (UCSF) das Enzym ausgeschaltet haben, konnten 
noch immer Triglyceride bilden, allerdings weniger als normalerweise.
Es muss also mindestens einen weiterenWeg zur Herstellung dieser Moleküle geben. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Mäuse-Mutanten (ohne DGAT) kaum von ihren normalen Verwandten. Doch der Schein trügt. Sie werden auch bei fettreicher Ernährung nicht dick ? im Gegensatz zu ihren Cousins mit DGAT. Die DGAT-Mutanten sind agiler und verbrauchen ? vielleicht wegen ihrer höheren Aktivität ? mehr Energie. Und: Mäuseweibchen ohne DGAT können ihre Nachkommen nicht säugen."Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass die Blockierung der DGAT eine Strategie sein könnte, um Fettleibigkeit zu behandeln", spekulierte UCSF-Forscher Robert Farese über die möglichen Konsequenzen dieser Studie. Solche Aussagen sind mit Vorsicht zu genießen, denn das Körpergewicht und auch die krankhafte Fettsucht Adipositas wird komplexer reguliert, als man noch vor zehn Jahren glaubte.
Ein bekanntes Beispiel ist das Hormon Leptin: Es reduziert den Appetit. Mäuse und Menschen, die nicht genug Leptin produzieren, werden dick. Schon wurden Leptin-senkende Medikamente als Lösung für das Problem Übergewicht propagiert. Doch so einfach ist das nicht: Denn nicht alle dicke Menschen haben zu wenig Leptin im Blut. Und schließlich wird das Gewicht auch durch genetische Faktoren beeinflußt. 

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