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Schützt Sonne vor Krebs ?!
Basel. Während eine Schreckensmeldung die andere jagt und viele Menschen in Hysterie und Sonnenpanik geraten, trafen sich kürzlich Mediziner und Wissenschaftler aus alter Welt, um anläßlich des “Internationalen Arnold-Rikli-Symposiums”, die Ergebnisse ihrer langjährigen Sonnen-Forschung vorzutragen. Für Überraschung sorgten die fundierten Resultate über die krebshemmenden Wirkungen bei Dickdarm und Brustkrebs und wahrscheinlich auch bei metastasierenden Melanomen (schwarzer Hautkrebs), die nach Aussagen der amerikanischen Wissenschaftler nicht durch Sonne entstehen.

Zurückzuführen sind diese biologischen Wirkungen auf das lebensnotwendige, abwehrstärkende und körpereigene Vitamin D3 im Blut. Es wird durch den UVB-Anteil der Sonne aktiviert und ist, wie es Professor Holick von der Universität Boston nach 20 Jahren Forschung formulierte, ein “besonderes Geschenk der Sonne an die Menschheit". Neben anderen positiven Erkenntnissen spricht Holick, in Übereinstimmung mit weiteren internationalen Wissenschaftern, dem Vitamin D3 immunstimulierende und krebshemmende Wirkungen zu.
   Dr. Merke von der Universitätsklinik Heidelberg beispielsweise verweist in diesem Zusammenhang auf das durch Vitamin D3 stimulierte, krebshemmende Interferon und Interleukin sowie auf die Suppression der Onkogene (Unterdrückung der krebserzeugenden Zellen).
   Die Wissenschaftler Professor C. Garland und E. Gorham von der kalifornischen Universität San Diego referierten über die Sterblichkeitsraten bei Dickdarm- und Brustkrebs. Die Resultate der Langzeitstudien in USA und Kanada bestätigen, dass die größte Krebs- häufigkeit in sonnenarmen Gebieten und Städten mit starker Luftver- schmutzung vorkommt und bei den dort betroffenen Menschen der Vitamin D-Spiegel weit unter der Norm liegt. Professor F. Garland, ebenfalls von der Universität San Diego, beobachtete über 10 Jahre hinweg die Melanomentwicklung bei mehr als 4 Millionen Marine- Angehörigen. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass auch das Maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) eher durch Sonnenmangel als durch Sonneneinwirkung entsteht, denn bei den Seeleuten, die sogar dauerhaft der Sonne ausgesetzt sind, war die Melanomrate geringer als bei den unter Deck arbeitenden Kollegen. Auch ist weder ein Melanom noch ein Karcinom bei einer Langzeit- studie von Professor Schröpl, Deutsche Klinik für Diagnostik, aufgetreten. 

Über Jahre hinweg wurden bei 1.424 Psoriasispatienten 269.936 Einzelbestrahlungen mit UVB-haltigen Therapiesonnen durchgeführt.
Laut Dr. Ständer sind in Bad Bentheim während der vergangenen 14 Jahre ca. 60.000 Patienten ebenfalls mit UVB-haltigen Ultraviolettstrahlen behandelt worden, ohne dass sich daraus ein malignes Melanom entwickelt habe. Übrigens führt Professor Holick uch den Rückgang des Psoriasisbefalls (Schuppenflechte, die bisher als unheilbar gilt) auf die Vitamin D3-Bildung durch UVB zurück, die überschießende Zellteilung wird gehemmt. 
. Anders als die übrigen Vitamine kann Vitamin D3 nicht ausreichend aus der Nahrung aufgenommen werden. Da auch in unseren Breiten während der Herbst- und Wintermonate Vitamin D3-Mangel vorherrscht, sollte dieses Defizit durch künstliche Sonne ausgeglichen werden. Marktübliche, hautschonende Besonnungsgeräte mit geringem UVB-Anteil sind ausreichend und ein bis zwei Sonnenbäder pro Woche angezeigtWissenschaftler aus anderen Bereichen der Medizin referierten über die Untersuchungen der Auswirkungen von UVB-Strahlen auf den Vitamin-DSpiegel bei Altersbeschwerden, Nierenkranken Kindern, Diabetikern, Herz-Kreislauf-Verhalten, körperliche Leistungsfähigkeit, Gehirntätigkeit, Drüsenfunktionen, Calciumbildung, chronische Hauterkrankun-
gen u. v. m. In Basel ist deutlich geworden, dass Sonne bei vielerlei Erkrankungen helfen und sogar vor Krebs  schützen kann. Und dennoch wird weltweit vor zu viel Sonne gewarnt. Bei Übertreibungen mit Recht. Denn sie führen bei ungenügender Vorbereitung zu Sonnenbränden. Werden diese nicht auskuriert, erschöpfen sich die natürlichen Reparaturvorgänge der Haut. Chronische Lichtschäden wie Altershaut oder durch Sonne verursachter Hautkrebs können hier ihren Ursprung haben. Allerdings entsteht der metastasierende schwarze Hautkrebs, nach heutigem Wissen, nicht durch Sonne. Bereits anlässlich des 10. Weltkongresses für Photobiologie, November 1988 in Jerusalem, haben die dort anwesenden internationalen Wissenschaftler bestätigt, dass weltweit kein Melanom durch Sonneneinwirkung nachgewiesen werden konnte !

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