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Wer regelmäßig...
Das Institut of Aerobic Research des renommierten Fitness-Pioniers und Astronauten-Arztes Dr. Kenneth H. Cooper in Dallas veröffentlichte jetzt Ergebnisse einer Studie, die amerikanische Durchschnittsbüger über 15 Jahre hinweg beobachtete und ihre Fitness testete. Basierten die bisherigen Grossuntersuchungen lediglich auf Umfrage-Ergebnissen, wurde hier äußerst exakt vermessen und untersucht. Das Ergebnis: 
Wer sich regelmäßig körperlich be- tätigt, verringert das Risiko beträcht- lich, an Herzinfarkt oder Krebs zu sterben.

Zu Beginn dieser großangelegten Studie wurden 13.344 gesunde Amerikaner im Alter von 20 bis-65 Jahren (davon 3.120 Frauen) mittels eines Leistungstests auf einem Laufband-Ergometer auf ihre 
maximale körperliche Leistungsfähigkeit hin untersucht und in der Folge in drei Leistungskategorien (“unfit, mäßig fit, fit”) eingeteilt. Während der 15 Jahre dauernden Beobachtungszeit sind 283 zu 
Beginn der Studie gesunde Personen aus der gesamten Gruppe von 13.344 verstorben. Dabei ereilte der vorzeitige Tod Personen der Kategorie “unfit”  im Vergleich mit den Männern der Kategorie
“fit”, der größten, dreimal häufiger. Aber auch im Vergleich mit den bloß mittelmäßig Leistungsfähigen hatten völlig untrainierte Bewegungsmuffel noch ein doppelt so hohes Risiko, frühzeitig an 
Herzinfarkt, Krebs oder anderen chronischen Krankheiten vorzeitig zu sterben. 
Diese Wirkung war allein auf den Faktor körperliche Fitness zurückzuführen, nachdem der Effekt anderer bekannter Risikofaktoren wie Rauchen, hohes Cholesterin, sowie Erbrisiko für Herzinfarkt, Zuckerkrankheit und hoher Blutdruck rechnerisch in der Gesamt- Studie berücksichtigt worden war.
Mit “unfit”  wurden in dieser Studie Personen bezeichnet, welche kaum je zu Fuß gehen, die konsequent den Lift den Treppen vorziehen und somit 
irgendwelche körperliche Bewegung möglichst vermeiden. 

Die Studie der Cooper-Gruppe ist sicher 
ein Meilenstein moderner medizinischer Forschung:Erstmals ist in praktisch beweisender Art jedem einzelnen der Weg aufgezeigt, wie er eine ganz persönliche, kostengünstige, zumutbare und wirksame Gesundheitsvorsorge betreiben kann.
Mit täglich einer halben bis einer Stunde mäßiger bis intensiver körperlicher Bewegung wie intensives Marschieren (4,5 - 6 km/h), Gartenarbeit, Hausar-
beit und Ausdauersportarten erreichen jeder Mann und jede Frau bereits einen Grad an Fitness (körperlicher Leistungsfähigkeit), welcher vor vielen 
Krankheiten unserer heutigen Zeit zu schützen vermag.
Der Leiter dieser Langzeit-Studie des Cooper-lnstituts, Dr. Steven Blair, weltweit die Nummer eins in der Gesundheits- forschung, meint, befragt auf die Übertrag-
barkeit amerikanischer Forschungs- resultate auf europäische Verhaltnisse befragt: “Künftige Resultate werden in Europa eher ähnlich als unterschiedlich 
ausfallen. Zumindest ist mir keine Studie bekannt, welche Mangel an Bewegung, Zigarettenrauchen, hohes Cholesterin und hohen Blutdruck mit einer besonders hohen Lebenserwartung verbindet.“ 

Die gesundheitspolitischen Konsequenzen dieser Studie, die Lebensstil direkt mit dem Risiko vorzeitigen Todes verbindet, sind groß und sollten in industrialisierten Ländern weltweit zu einem allgemeinen Umdenken im Gesundheitswesen Anlaß
geben. Überträgt man die amerikanischen Zahlen auf Österreichs Verhältnisse, könnten durch eine Zunahme des Anteils der derzeit regelmäßig körperlich aktiven Bevölkerung (“mittlere Fitness”) von höchstens 25% auf 50% jährlich gegen 7000 verfrühte Todesfälle infolge Herzinfarkt und Krebs verhindert werden - wahrlich  menschliche und volkswirt- schaftliche Konsequenzen in sehr großer 
Dimension. 

Journal of the American Medical Association (1989)

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