Definition:
Die Maximalkraft ist die höchste Kraft, die das Nerv-Muskelsystem
bei willkürlicher Kontraktion auszuüben vermag. Sichtbar in Sportarten
wie:
Gewichtheben (max.
Einmalleistung)
Turnen-Kreuzhang
(max.Kraftausdauer)
Kugelstoßen
(max. Beschleunigung) Sprint (max. Geschwindigkeit)
Hochsprung (max.
Beschleunigung)
Die maximale Kraft welche
ein Muskel entwickeln kann, hängt von mehreren Faktoren:
- von der intermuskulären
Koordination (das optimierte Zusammenspiel aller an der Bewegung beteiligten
Muskeln
- von der intramuskuläre
Koordination,
- die willkürlich synchrone
Aktivierungs- fähigkeit (abhängig von Training im richtigen Bereich
- Maximalkrafttraining)
- vom Querschnitt
des Muskels,
pro cm² Muskelquerschnitt
können rund 5-6 kg bewegt werden (Muskelhyper- trophieentwicklung
wird durch Training beeinflußt)
- von der Motivation
d.h. die psychische Aktivierungsfähigkeit (kann trainiert werden,
ist aber auch abhängig von äußeren Einflüssen)
und schließlich
- von der genetischen
Limitierung. |
Das
absolute maximale Kraftpotential jedes Menschen ist genetisch vorgegeben.
Zwischen 30 - 50 % der Muskelfasern können gleichzeitig erregt werden.
Durchschnittlich sind es 40% -
diese stellen den 100% Kraftbereich
dar, der genetisch limitiert ist. Die "willkürliche synchrone Aktivierungsfähigkeit"
von motorischen Einheiten (Nerv-Muskel- fasereinheit), d.h. muß durch
ein entsprechendes Training erst erarbeitet werden.
Genauso wie ein Sprinter
eine angeborene Faser- verteilung haben muß, ist auch dieser Mobilitätsbereich
angeboren.
Diese Kraftleistungsfähigkeit
nennt man den Bereich "willentlich aktivierbarer Energie".
Dieser Bereich kann von
austrainierten Athleten bis zu 90-95 % erreicht werden. Bei Untrainierten
ist der Bereich bereits bei 70% erreicht.
Die über den Mobilitätsbereich
hinausgehende Reserve ist autonom geschützt und kann nur unter besonders
außergewöhnlichen Bedingungen (Todesangst - Hypnose - Drogen
etc.) aktiviert werden.
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