| Nur
eine kontinuierliche, ansteigende, trainingswirksame Belastung löst
eine kontinuierliche ansteigende Adaptation der jeweils beanspruchten motorischen
Eigenschaft bzw. Organsystem aus.
T R A I N I N G S P R
I N Z I P I E N
Die Prinzipien der Trainingsgestaltung
sind die verbindliche Basis für einen effizienten Trainingsplan. Die
Berück- sichtigung dieser Grundlagen ist ein absolutes MUSS.
Das Prinzip der trainingswirksamen
Belastung (Reiz)
Um eine leistungssteigernde
Reaktion des Organismus auszulösen muß Intensität-Dauer-Dichte-Umfang
(die Belastungskomponenten) einer Belastung die Homöostase (das innere
chemische Gleichgewicht) stören. Nur dann wird eine Anpassungserscheinung
(Die Überkom- pensation der Streß-Theorie nach Selye) den individuellen
Leistungsstandard auf ein höheres Niveau bringen.
Das Prinzip der ansteigenden
Belastung
Diese Belastung muß
allerdings regelmäßig den neu erreichten Level überschreiten
um neuerliche
Anpassungen hervorzurufen.
Dies kann allmählich oder in einer sprunghaften Belastungserhöhung
erfolgen. Die geplante Häufigkeit des Trainings ist ebenfalls eine
Möglichkeit die Belastung zu manipulieren, indem die Pausen zwischen
den Trainingseinheiten verkürzt oder verlängert werden.
Anpassung ist die Überlebensstrategie
der Evolution. "Adapt or Die“ !
Das Prinzip der kontinuierlichen
Belastung
Nur eine regelmäßige,
kontinuierliche Trainingsbelastung hält das Leistungsniveau oder steigert
es.
Bei Trainingsunterbrechungen
fordert Ökonomie und der Schutz des Systems auch eine Anpassung nach
unten. Denn erhöhte Leistungsbereitschaft erfordert auch erhöhten
Energieverbrauch (auch in
Ruhe). Nicht oder wenig
benützte Organsysteme werden auf Sparschaltung gedrosselt. Schnell
erworbene Anpassungen gehen schnell verloren, langsam entwickelte werden
nur langsam abgebaut. |
Das
Prinzip der periodisierten Belastung
Eine Periodisierung des
Trainings schafft die Möglichkeit, dem Übertraining zu entgehen
und gleichzeitig die Leistungsspitzen zum Schutz des Gesamtsystems zeitgerecht
einsetzen zu können.
Die wechselnden Trainingsschwerpunkte
und wechselnden Zielvorgaben sind auch Möglichkeiten die Monotonie
eines Trainings zu vermeiden und gleichzeitig den stark belasteten Strukturen
längere Regenerationszeiten zu bieten.
Das Prinzip der richtigen
Belastungsfolge
Die Optimierung des Trainings
erfordert auch die Beachtung der neurophysiologischen Gesetzmäßig-
keiten: Je höher die
nervale Komponente der Belastung ist (Koordination, Maximalkraft, max.
Schnelligkeit) desto längere Ruhepausen sind nötig. Bei Trainings
mit verschiedenen motorischen Belastungsarten sind hochnervale Einheiten
an den Anfang zu setzen. Dann erst kommen Kraft und Schnelligkeits- ausdauer
und erst am Schluß sollte das reine Ausdauertraining angesetzt werden.
Das Prinzip der spezifischen
Steuerung der Anpassungsvorgänge
“SAID” - ,,Specific
Adaptations to lmposed Demands“
Das Ergebnis einer Trainingsbelastung
als Anpassungserscheinung ist immer das Resultat der Methode die eingesetzt
wurde. Der geplante gezielte Einsatz bringt gezielte Ergebnisse.
Das Prinzip der wechselnden
Belastung
Der Hochleistungssport kennt
auch noch dieses Prinzip, welches auf die unter- schiedlichen Regenerationszeiten
der belasteten Strukturen Bedacht nimmt.
Für den Fitneß-Sport
ist dies aber weniger wichtig.
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