Do's
and don'ts
Unphysiologische
Übungen in Gymnastik und Aerobic
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"All about Aerobics"
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Auf
Grund der weltweiten Fitnessbewegung, welche in den bei uns in Europa
frühen 70-ern begann, wurden in den letzten 30 Jahren viele Übungen
unter den medizinischen und sportwissenschaftlichen Aspekten der Gesundheit
und Sicherheit geprüft. Speziell in den ersten Jahren der Aerobic
(1982-1985) wurden viele der Übungen schwunghaft, wippend und ohne
Kontrolle durchgeführt.
Inzwischen wurden viele Übungen modifiziert, etliche erneuert und einige total ausgefiltert. Wir wissen nie, welche gesundheitlichen Probleme Menschen haben, welche in die Fitnessanlagen kommen: Im Fitnessbereich ist das oberste Gebot VOR der Erstellung von Trainingsplänen und Übungen eine ausführliche Anamnese und entsprechende Tests durch-zuführen. Im GroupXercise-Bereich werden vielfach keinerlei Tests oder Anamnesen erstellt, sodass die TrainerInnen besonders vorsichtig in der Auswahl ihrer Übungen vorgehen müssen. Zudem müssen bei der Übungsauswahl für eine gesundes Training folgende 3 Richtlinien immer beachtet werden: |
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| WIRBELSÄULE
- GELENKE - SEHNEN - BÄNDER - MUSKELN Schrägbelastungen, zu hohe Druckbelastungen, unphysiologische Rücken-haltungen, einseitige Bewegungen belasten auch die gesunde Wirbelsäule oft im extremen Ausmaß. Unaufgewärmtes trainieren, zu schnelle Startbewegungen (reißen, ruckartig) beim konzentrischen Übungsteil und zu schnelles Zurücklassen des (Körper-)Gewichtes in der exzentrischen Phase überlasten oft Sehnen, Bänder und Muskeln und führen zu Zerrungen, Ein- und Abrissen derselben. |
| KINDER
und JUGENDLICHE Bei Kindern und Jugendlichen muß darauf geachtet werden, daß sowohl Druck- als auch Zugbelastungen im höheren Ausmaß einen vorzeitigen Verschluß der Epiphysenfugen und damit einen vorzeitigen Abbruch des Größenwachstums herbeiführen können. Als Faustregel sollte man Belastungen nur so hoch wählen, daß eine maximale Wiederholungszahl von 20 nicht unterschritten wird. Zu beachten ist auch, daß hohe Beschleunigungen ebenfalls zu hohe Belastungen bewirken können. |
| SENIOREN
Bei Sportlern über 40 Jahre sollten Preßatmungen vermieden werden (Valsalva-Effekt). Ebenfalls Übungen bei denen der Kopf tiefer als die Hüfte kommt (Bluthochdruck). Zudem sollten alle Druckübungen nur mit Vorsicht und bei absolut sauberer Ausführung erlaubt werden. Bedingt durch die bereits oftmals eingeschränkten Bewegungsamplituden sollten weitläufige Bewegungen nur gut kontrolliert ausgeführt werden und tägliche Dehnübungen ein wichtiger Trainingsbestandteil sein. |
| REHA-BEREICH Bei Nachbehandlungen (REHA) sollte mit dem behandelten Arzt bzw. Physio-therapeuten auf alle Fälle Kontakt aufgenommen werden. Zudem sollte der gut ausgebildete Trainer ein Grundlagenwissen über Verletzungen und deren Nach-behandlung haben. Ebenso eine ausreichende Fachliteratur, in welcher er sich entsprechende Übungsanleitungen und Trainingspläne herausnehmen kann. Eine dauernde Studio-Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten wäre empfehlenswert. |
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Wir haben auf den nächsten Seiten 35 dieser Übungen, welche ungünstig, falsch oder zumindest nur bei Gesunden einsetzbar sind, aufgeführt. Diese Auflistung erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird sicher im Laufe der Zeit noch um einiges erweitert. Stand Sept. 2001 |