KÖRPERFETTMESSUNG

Neuere Forschungen haben interessante Zusammenhänge zwischen der Zusammensetzung des Körpers und der Muskelsubstanz zutage gefördert. Eine amerikanische Studie hat gezeigt, daß der Durschnittsamerikaner ab dem 20. Lebensjahr an Muskelsubstanz verliert und dafür an Fett zunimmt.
Die Studie zeigt ferner, da selbst Menschen, die ein für ihr Alter entsprechend ideales Körpergewicht haben, dennoch mit zunehmendem Alter, an Fett zu und an Muskelsubstanz abnehmen. Eine Studie der Wissenschaftler Brozek und Keys zeigte die folgenden Veränderungen des Körperfetts in Abhängigkeit zum Alter, wobei es sich um Personen handelt, welche in jedem Alter ihr “ideales" Körpergewicht hatten

Alter
20  
25 
30
35
40
45 
50 
55
% Fett
10,3
13,4
16,2
18,6
20,7
22,5
23,9
25

Diese Tabelle zeigt, daß ein Mensch, der mit 20 Jahren 80 kg wiegt insgesamt 8,2 kg (10,3 %) Körperfett hat. Der Rest des Gewichtes ist fettfreie Masse (Knochen, Muskeln, Organe usw.).
Mit 55 Jahren hat dieselbe Person bei gleichen 80 kg Körpergewicht bereits 20 kg Fett (25%).
Das heißt der Betreffende hat im Zeitraum von 35 Jahren 11,8 kg Muskelmasse verloren und dasselbe Gewicht an Fett hinzu"gewonnen". Trotz der Tatsache des Gewichthaltens hat sich die Zusammensetzung (Körperkomposition) des Körpers erheblich verschlechtert.

Diese Verschlechterung ist nicht altersbedingt zwangsläufig. Sie hängt nur mit den typischen Lebensgewohnheiten zusammen. Es ist bewiesen, da Menschen die regelmäßig trainieren und sich vernünftig ernähren, keine Muskelsubstanz verlieren und kein Körperfett hinzugewinnen.
Sogar mit 50 Jahren und darüber hinaus ist es möglich, Muskelsubstanz aufzubauen und eine vernünftige Relation zwischen Muskulatur, Fett und Gewicht zu halten. Ja, selbst Senioren im Alter von 80-90 Jahren haben unter kontrollierten Trainingsbedingungen an Kraft und Muskelmasse hinzuge- wonnen. Alles was dazu notwendig ist, ist ein richtiges Ernährungs- und Trainingsprogramm und eine exakte Meß-Methode der Körperzusammensetzung zur regelmäßigen Kontrolle der erstellten Programme.

Eine für Fitneßbetriebe regelmäßig zu beobachtende Erfahrung zeigt: ein neues Mitglied beginnt mit einem Trainingsprogramm, trainiert regelmäßig, hält sich an einen vorgegebenen Ernährungsplan und trotzdem verändert sich sein Körpergewicht in den nächsten Monaten nicht oder kaum.
Der Trainierende ist frustriert da er keinen Erfolg “sieht" bzw. an der Waage nicht erkennen kann.
Resultat: er gibt auf ! Anhand von einer entsprechenden Aufklärung sowie einer Messung des Körperfettes hätte bewiesen werden können, daß ein guter Trainingserfolg da ist und das Mitglied wäre hochmotiviert weitergekommen.

Durch regelmäßige Kontrolle des Körperfettes ist auch eine Umstellung der Ernährung auf ihre Wirksamkeit überprüfbar. Diverse Wochend-Crash-Kuren oder sonstige "Diät-Wunder" würden so schnell entlarvt werden.

Zu den vielen Vorteilen der Körperfettmessung kommt noch, da die erhobenen Daten eine ideale Grundlage für eine individuelle Ernährungsberatung darstellen. So läßt sich exakt anhand der Magermasse der nötige Grundumsatz berechnen und dieser stellt
normalerweise die Basis für alle exakten Kalorienbedarfsrechnungen dar.
Nach der Formel: Kilo/Magermasse x 24 Stunden ergibt sich der Grundumsatz, dazu kommt noch der Arbeitsumsatz, Trainingsumsatz sowie der Verdauungsverlust und man hat eine wesentlich genauere Berechnung des Tagesbedarfes als durch andere Methoden.

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