Fehlhaltungen
wie z.B. Hyperlordosen und Hyperkyphosen
bewirken auch einen Körperlängenverlust von einigen
Zentimetern.
|
Durch Verkürzungen der Hals- und Nackenmuskulatur
entsteht eine Hyperlordosierung der HWS welche oft ein sogenanntes
C 7-Syndrom nach sich zieht. Vorzeitige Abnützung und Probleme
sind induziert.
Die
Brustkyphose ist verstärkt und der entstandene Rundrücken
schränkt - zusammen mit den meist verkürzten Brustmuskeln
- die Lungenfunktion ein. Das verminderte Lungenvolumen wirkt
sich negativ auf Ausdauerleistungen aus.
Durch
die Beckenkippung ist die LWS in eine Hyperlordose gezwungen.
Diese Überbiegung ruft unphysiologische Belastungen der
Bandscheiben im LWS-Bereich hervor. Abnützung, Protrusion
und Prolaps sind vorhersehbar.
Bei richtiger Beckenbalance liegen Schambein und Steißbein
in einer Waagrechten. Jede Abweichung von der Norm wirkt sich
nach unten und nach oben auf alle, die Haltung beeinflussenden,
Gelenke ungünstig aus.
Die veränderte biomechanische Achsenposition der Hüftgelenke,
bedingt durch eine Beckenvorkippung, bedeutet eine
Vorverlagerung des Dreh- und Auflagepunktes. Dadurch drückt
das Gewicht des Oberkörpers (und eventueller Zusatzlasten)
gegen nicht vorgesehene Auflagepunkte. Schmerzen und vorzeitige
Abnützung sind die Folge.
Die Vorverlagerung der Hüftgelenke bedeutet immer auch
eine Zurücknahme der Kniegelenke, wodurch eine Fehlbelastung
des Tibia- Plateaus mit den bereits bekannten Folgen entsteht.
Letztendlich
verändern sich auch die Sprunggelenkskonstellationen und
lösen dadurch Fehlhaltungen aus. Senkfüße, Knickfüße
und Plattfüße haben hier eine der Entstehungsursachen.
|