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Das
Kraft-Defizit
ist die Differenz zwischen der maximalen isometrischen Kraft (gegen
einen unüberwindlichen Widerstand) und der maximalen nachgebenden
Kraft (die maximale negativ-exzentrische Kraftarbeit).
Die Feststellung der intramuskulären Koordination sagt aus,
wie weit die Muskelkraft ohne Hypertrophie steigerungsfähig
ist. Bei hochaustrainierten Athleten ist das Kraftdefizit 0-10%,
bei Untrainierten bis zu 45%. Trainingsformen wie z. B. Bodybuilding
bei denen vorwiegend im Hypertrophiebereich (8-12 Whg.) trainiert
wird, bilden, sofern nicht regelmäßig auch im Maximalkraftbereich
trainiert wird, ein Kraftdefizit aus, weil die Rekrutierungsfähigkeit
der Muskelfasern nie oder zu selten im maximalen Bereich trainiert
wird. Schmidtbleicher/Bürle bezeichnen dieses Defizit als
das "Maß der willkürlichen Aktivierungsfähigkeit"
der Muskulatur.
Über
die Feststellung der "maximal möglichen willkürlich
synchronen Aktivierungsmöglichkeit von motorischen Einheiten
gegen einen festgelegten Widerstand in Wiederholungen"
kann dieses Kraftdefizit festgestellt werden.
DURCHFÜHRUNG
des TESTS:
1
Maximalkrafttest durchführen.
Als
Beispiel: Es wurden 120 kg im Bankdrücken ermittelt.
Danach 6-8 Minuten Pause.
2
Maximales Gewicht um 10% verringern
Als
Beispiel:
100% = 120 kg
10% = 12 kg
90% = 108 kg
3
Maximaler Wiederholungstest
Mit
diesem Gewicht versucht die Testperson so viele Wiederholungen
wie möglich durchzuführen.
4
Ergebnis
Werden
nur 3-4 Wiederholungen geschafft, besteht KEIN Kraftdefizit.
Bei mehr als 5/6 Wiederholungen besteht ein KRAFTDEFIZIT, d.h,
die "wahre maximale Kraft" ist größer als
die erreichte Last, aber die Aktivierungs-fähigkeit der motorischen
Einheiten wurde nicht trainiert.
5
Trainingshinweis
In
den nächsten beiden Wochen sollte das Training der intramuskulären
Koordination Vorrang haben, d.h, wenig Wiederholungen im Bereich
von 85-100 % der Maximalkraft.
Ein Test der ausschließlich bei weit Fortgeschrittenen durchgeführt
wird, wenn keine Trainingsfortschritte mehr erreicht werden. Es
wäre in diesem
Fall auch sinnvoll, die gesamte Trainingsgestaltung zu kontrollieren.
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