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ZUR
UNFLEXIBILITÄT UND
ZUR ABSCHWÄCHUNGNEIGENDE MUSKELN
Aufgrund gewisser Unterschiede in der Faserzusammensetzung und
in der Aufgabenstellung verschiedener Muskeln im menschlichen
Körper entstehen Veränderungen im Spannungs- bzw. Längenverhalten
derselben. Dies hat immer Auswirkungen auf die Gelenksachsenstellungen
und dadurch auf die Bewegungsmuster. Zwei funktionell zu unterscheidende
quergestreifte Muskelarten sind mitbestimmend:
1 Posturale, tonische, "langsam
reagierende" Muskeln,
ST-Slow-Twitch
(die langsamen), die "roten" Fasern, die phylogenetisch
älteren Fasern mit besserer Blutversorgung bei kleinerem
02-Bedarf, sind weniger ermüdbar und
atrophieren langsamer. Sie haben überwiegend statische d.h.
Haltefunktion.
Die neurophysiologische Steuerung erfordert für diese Muskeln
einen gleichbleibenden Sollwert für Länge und Spannung
des Muskels auch bei wechselnden äußeren Krafteinwirkungen.
2 Phasische, "schnell reagierende"
Muskeln,
FT-Fast-Twitch
(die schnellen hellen), die"weißen" Fasern sind
entwicklungsgeschichtlich jünger, schnell ermüdbar und
atrophieren schneller - sie werden für die differenzierten
Alltagsbewegungen benötigt. Hier müssen Länge und
Spannung des Muskels bei wechselnden Anforderungen schnell verändert
werden können. Alle Muskeln des Körpers haben eine posturale
(tonische-haltende) und eine phasische (dynamische) Komponente.
Das Mischungsverhältnis ist dann ausschlag-gebend für
die endgültige Funktion in der Stereotypie.
Jedes motorische Stereotyp ist aber im Laufe des Lebens veränderbar
durch Reifung und Veränderung
der Beanspruchung.
Einige
Beispiele der %-Faserverteilung - FT : ST
Vastus
medialis 58 : 42
Triceps brachii 66 : 34
Biceps brachii 50 : 50
Gastrocnemius 50 : 50
Soleus 27 : 73
Rectus femoris 50 : 50
Diese
durchschnittliche Faserverteilung ist aber individuell von Mensch
zu Mensch leicht unterschiedlich. Aber auch Unterschiede zwischen
Rassen und Muskelfaserverteilungen
wurden bereits gemessen.
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